’n Satz heiße Ohren: Walk Off The Earth

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Morgens um halb sieben im Allgäu. Ein müder Mensch hadert die Treppe herunter zu seinem Auto. In der einen Hand eine kleine Reisetasche, in der anderen das Treppengeländer, damit er nicht herunterfällt, sollte er versehentlich wieder einschlafen. Im Auto dann schnell wach, da das vermaledeite Navi heute auch mit dem falschen Kabel aufgestanden ist. So fing alles an. Es war ein herrlicher Frühlingsmorgen. Schnell noch den Mitfahrer in Kaufbeuren abgeholt und ab auf die Autobahn. Berlin. Walk Off The Earth. Kann losgehen.

Um halb zwei kamen wir am Hotel an, freuten uns über den netten Service dort, parkten das Auto und marschierten los. Standardprogramm. Potsdamer Platz, Tiergarten, Schloss Bellevue, Spreeufer, Kanzleramt, Reichstag, Brandenburger Tor, Stelenfeld. Und die Sonne sorgte für den richtigen Glanz in der Stadt, in der am nächsten Tag der Gauckler einziehen sollte. Zwischen Steigbügel und Amboss formierte sich ein Wurm: Fendrichs „Frühling in Berlin“ wollte mir nicht mehr aus dem Kopf. Der präsidiale Neuanfang erhielt von Petrus einen strahlenden Rahmen. Die Pause im „Biergarten“ gegenüber des Kanzleramtes war überflüssig. Ich empfahl dem Serviceleiter mit aller Arroganz, die ich aufbieten konnte, sein Personal zu Schulungszwecken nach München zu schicken. Auch im Frühling kann ich ohne ein gewisses Maß an Misanthropie nicht existieren.

Abends dann der Marsch zum Platz der Luftbrücke. Kann mir einer sagen, was der Mann im Gemüsekebapwagen richtig macht, dass er durchgehend über eine Kaufwilligenschlange unerhörter Länge verfügt? Mir war diese zu lang, so dass ich es nie erfahren werde. Dann standen wir vor dem C-Club und verharrten voller Vorfreude auf die YouTube-Sieger 2012 (über 70 Mio. Klicks für „Somebody that I used to know“). Ich habe einen Vertrag mit Eventim, auf dem schwarz auf mint „Einlass: 19:00 Uhr“ steht. Mangelnde Organisation sorgte für Vertragsbruch und erhebliche Verspätung. Doch endlich drinnen, dauerte es nur eine Weizenbierlänge bis Prinzessin Mia Diekow auf der verspielt glitzernden Bühne erschien und fröhlich loszwitscherte (nein, liebe Nerds. Sie schrieb keine Tweets. Zu meiner Zeit nutzte man das Wort „zwitschern“ auch als Synonym für „singen“). Schöner, ungewöhnlicher, innovativer Mädchen-Pop, der ins Ohr und ins Gemerk ging. Ein guter Anfang.

Dann kam W.O.T.E. Die Fans kreischten ohrenbetäubend, bevor es überhaupt losging. Und da waren sie auch schon, kamen auf die Bühne geturnt, warfen sich Ukulelen zu, und Sarah Blackwood drehte sich wie ein Brummkreisel, tanzte Gogo-like auf den Boxen herum und warf ständig Instrumente ins Publikum. Gianni und Marshall brüllten sich harmonisch die Kehle aus dem Leib und die gute Laune kochte geradezu über. Ich alter Mann hingegen war wohl der einzige, der nicht aus dem Häuschen herauskam. Ich hatte mich auf die filigrane Kunst der aus YouTube bekannten, virtuosen Spielereien gefreut und dabei vergessen, dass es sich hier um eine erfahrene Indie-Band mit eigenen Songs und CDs handelte. Sie spielten nicht die spaßigen Coversongs sondern ihre spaßigen Heavy-Reggae-Nummern. Auch schön, auch perfekt umgesetzt, die Arrangements grandios, die komplizierten Vocals auf den Punkt. Aber eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Und es war dem Singer-Songwriter-Opa aus dem Allgäu etwas zu laut. Die Zugabe war dann entschädigenderweise der heiß ersehnte Unigitarro-Hit. Das Publikum grölte mit und alle waren glücklich, auch wenn ich hier nicht verschweigen möchte, dass ich auch recht froh war, dass die Gefahr von Myrinxfissuren nun gebannt war. Die freudigen Pfiffe des Publikums begleiteten mich aber noch bis zum Frühstück.

Auf dem Weg zurück in die Herberge, kehrten wir noch beim Italiener ein. Pasta salmone ai funghi porcini e vino bianco. Grande! Buonna notte, Berlin!

Die Bildergalerie gibt’s hier!

Nachtrag: Ich wurde gerade von einer Kollegin über den Gemüsekebapmann aufgeklärt, ich Banause. Hier die umwerfende Website.

Wein-Plus wird europäisch

Heute erreichte mich die nachstehende Presseinformation von Wein-Plus. Man möchte dort europäischer werden. Ein vielversprechender Ansatz. Leider wird die neue Seite wein-plus.eu erst im April freigeschaltet, man darf aber gespannt sein, denn der Gründer und Geschäftsführer Utz Graafmann verspricht mehr Übersichtlichkeit und eine intuitivere Bedienung. Damit trifft er ins Schwarze, denn seine mehr als 200.000 Mitglieder umfassende Community konnte sich bisher zwar über hochwertige Inhalte freuen, musste dabei aber eine Website in Kauf nehmen, die aufgrund ihrer gewachsenen Komplexität eher Frust als Lust erzeugte. Ein guter Wein benötigt ein schlichtes und schnörkelloses Glas, der reich verzierte Römer aus Großmutters Kabinett ist nicht mehr zeitgemäß. Bleibt zu hoffen, dass Graafmann mit seinem Team die Website nicht nur klärt sondern auch filtriert. Zum Wohl!

Neue Internetplattform ist Herzstück der Expansionsstrategie

Erlangen, 04.03.2012 – Wein-Plus, das führende europäische Weinnetzwerk, hat auf der Fachmesse ProWein am 4. März in Düsseldorf den Relaunch seiner Internetplattform erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der neue Webauftritt präsentiert sich in einem moderneren und übersichtlicheren Design und wird mittelfristig in sämtlichen europäischen Sprachen und mit länderspezifischen Inhalten verfügbar sein. Mit über 200.000 registrierten Nutzern ist Wein-Plus die größte Wein-Community in Europa.

“Wir haben fast drei Jahre daran gearbeitet, unserer Plattform ein neues Gesicht zu geben, um auf dieser Basis unser Netzwerk langfristig auf alle europäische Länder zu erweitern”, erklärt Utz Graafmann, Geschäftsführer von Wein-Plus. Seit der Firmengründung im Jahr 1998 wurde das Internetportal Wein-Plus.de bereits mehrfach umgestaltet und ständig um neue Funktionen ergänzt. 2002 begann mit dem Start der englischsprachigen Website Wein-Plus.com die Internationalisierung. Mit der neuen Domain Wein-Plus.eu werden die derzeit acht einzelnen Länderseiten in eine gemeinsame europäische Plattform für alle Binnen- und Außenmärkte überführt. Sie soll in wenigen Wochen online gehen.

Technische Modernisierung, redaktionelle Aufwertung

“Die neue Homepage ist intuitiv bedienbar und deutlich ansprechender als die bisherige. Der Nutzer kommt mit weniger Klicks zum Ziel”, erläutert Graafmann. Die Inhaltsbereiche wurden von mehr als 20 auf sechs Rubriken gestrafft, und neben einer Gesamtsuche bestehen für alle Bereiche individuelle Suchfunktionen. Durch tabellenfreies Design ist Wein-Plus.eu weitgehend barrierefrei, und die Plattform ist offen für neue Endgeräte wie Smartphones oder Tablets.

Mit dem Relaunch ist auch eine inhaltliche Fokussierung verbunden. “Wir wollen unsere redaktionelle Kompetenz als Medium weiter ausbauen und uns dabei auf Europa konzentrieren, wobei wir eine weltweite Leserschaft ansprechen”, so Graafmann. Der Weinführer von Wein-Plus, schon jetzt mit mehr als 100.000 professionellen Weinbeurteilungen der größte seiner Art, wird sich künftig noch stärker auf die qualitative Spitze ausrichten und so seinen Nutzwert erhöhen.

Über Wein-Plus

Wein-Plus ist Europas führende unabhängige Internetplattform zum Thema Wein. Das offene Informations- und Kommunikationsnetzwerk für mehr als 200.000 registrierte private und professionelle Weinliebhaber wurde 1998 gegründet und wird täglich von über 6.000 Menschen genutzt. Die Nutzer können sich über Wein informieren, Kontakte knüpfen, Unterstützung finden und ihr Weingeschäft fördern. Der Weinführer von Wein-Plus wird werktäglich aktualisiert und enthält die Beurteilungen von mehr als 100.000 Weinen; er unterliegt strengeren Verkostungsrichtlinien als andere Führer. Das Weinglossar ist mit über 16.000 Begriffen das größte Online-Weinlexikon weltweit, und das Wein-Plus-Magazin liefert aktuelle News und Hintergrundartikel zu Regionen und Rebsorten, Weinrecht und -wirtschaft sowie zu Events und neuen Jahrgängen. Mit diesen und vielen weiteren Rubriken umfasst Wein-Plus insgesamt über eine halbe Million Internetseiten. Die Plattform bringt Fragen und Antworten, Angebot und Nachfrage zusammen. Über 2.500 Profi-Mitglieder haben sich unter dem Dach des Netzwerks zusammengeschlossen und nutzen zahlreiche Marketing- und Kostenvorteile, die sich durch die starke Gemeinschaft ergeben. So ist Wein-Plus beispielsweise einer der größten Rahmenvertragskunden von UPS mit einem Versandvolumen von über einer halben Million Weinpaketen pro Jahr. Ziel der Interessensbündelung sind auch bürokratische Hilfen, etwa im Bereich der Verpackungsverordnung oder der Biozertifizierung. Weitere Services der von Wein-Plus ausgewählten Rahmenvertragspartner sind unter anderem die Zahlungsabwicklung im Online-Shop, Inkassodienstleistungen und Rechtsberatung.

Lyrik 2: Ein Akrostichon*

Die folgende kleine Lyrik ist sozusagen eine Auftragsarbeit. Ich fragte herum, welcher Versform ich als nächstes folgen solle und der Vorschlag von Marcus S. aus G. lautete: „Akrostichon“. Das Schlüsselwort gab er mir ebenfalls vor. Also bitte sehr:

Fast hätte er mich überzeugt.
Laut trällert er sein großes Lied.
Ich höre zu, doch mir wird klar:
Tumb ist er wie ein Suppenhuhn.
Zurechnungsfähigkeit gleich Null,
Paukt und trompetet er daher.
Ich höre hin, doch nicht mehr zu.
Er fühlt sich groß und redet wirr.
Pfeife ist wohl das Synonym.
Ernst nehmen kann ihn keiner mehr.

*Ein Akrostichon ist eine Versform, bei der die Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse hintereinander gelesen einen Sinn ergeben, der wiederum inhaltlich mit den Versen korrespondiert. In diesem Fall stellt jeder der zehn Verse einen achtsilbigen trochäischen Fünffüßler mit katalektischem erstem und fünftem Versfuß dar. Alles klar? (-x -u -u -u -x)

Ach ja: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht absichtlich. Kchihihi!

Von Lebkugeln und Fassstärken: FinestSpirits 2012

Commandante

Wie mir der qualmende Stopfen in den Mund gelangte und mich zum „El Commandante“ machte? Später. Vorne anfangen:

Es gibt einfach Tage, da ist man froh, dass das Auto in der Garage urlauben darf. Es war schneidend kalt, minus siebzehn Grad, gefühlt minus dreißig. Eine fröhliche Autofahrt mit einer befreundeten jungen Familie brachte uns scheibenwaschwasservernichtend nach München. Auf der Fahrt stellten wir ohne Alkoholeinfluss Lady Emilia (1) ruhig, in dem wir lauthals die gesamte Fauna dieses Planeten imitierten. Lady E. war glücklich, und das machte uns glücklich und ließ uns aus. Nein, Lady E. durfte natürlich nicht mit zur Megaverkostung. Sie blieb mit Mama bei einer Freundin, deren Gatte uns ebenso ausgelassen zur Messe begleitete. Ein eisiger Marsch von 20 Minuten und da prangte es auch schon einladend plakatiert an der Fassade: Finest Spirits 2012, die Messe für Whisk(e)y und mehr. Flugs das Gratis-Nosingglas gegriffen und ab ins bernsteinfarben schimmernde Paradies.

Begrüßt wurden wir von den allseits bekannten Classic Malts. Hier wurde uns der erste Gratis Whisky eingeschenkt, ein Singleton (Speyside). Der lange Nachmittag führte uns durch alle Regionen Schottlands über den Münchener Viktualienmarkt, Spanien und Irland bis in die Karibik. Ich will mal versuchen, den Ablauf komplett aufzulisten und dabei die Highlands, äh Highlights, zu unterstreichen. Auf geht’s:

Schottland:
– The Singleton of Dufftown, 12 yrs. (gratis)
– The Dalmore, 12 yrs.
– The Dalmore, 15 yrs.
– The Dalmore, 18 yrs.
– Caol Ila Moch
– Lagavulin Distillers‘ Edition
– Chivas Regal (gratis)
– Laphroaig Triple Wood
– Auchentoshan 21 yrs.
Ardbeg Alligator
Highland Park Thor
– Glenmorangie Quinta Ruban
– Glenmorangie Nectar d’Or
– Glenmorangie Artein
Glenmorangie Signet
Bunnahabhain, Jahrgang 1978 (!)
– Big Peat (Islay Vatted Malt)

Deutschland:
– SLYRS (Whisky)
– Aureum (Whisky)
Das Korn (Doppelkorn aus Brandenburg)
– Ziegler Haselnussbrand (gratis)

Irland:
– Writer’s Tears (Pot Still Blend)

Spanien:
Gin Mare (pur und als Tonic mit Basilikum und Zitrone)

Kuba:
Matusalem Gran Reserva (Rum)

Leckereien:
– Tölzer Kasladen (Mimolette, Wiesenblumenkäse)
– Lebkugeln (Islay Malt Trüffel)
– Mackie’s of Scotland (Haggis Chips)
– Leon Jimenes Robusto (Zigarre)

Hui. So viel? Ja. So viel! Ich fühlte mich erstaunlich gut. Nur mein Fachgesimpel wurde wahrscheinlich immer peinlicher, so dass ich – noch klaren Verstandes – mein Presseschild von der Brust entpinnte. Die FinestSpirits war wie jedes Jahr ein voller Erfolg. Man kann ungestört herumprobieren und locker einen ganzen Tag verbringen. Dabei wird man nicht von schnell angelernten Hostessen angelächelt, sondern echte Profis – manchmal jovial, manchmal mürrisch und knorrig – wissen wirklich bescheid und können jede Frage beantworten. Ist zwar nicht so ein schöner Anblick wie bei der IAA in Frankfurt, aber die Wärme und das wissende Zwinkern der Gleichgesinnten tut gut. Ein besonderer Dank geht an den Lebkugelmann Wolfgang Marx, der mir von der überaromatischen Islaykugel abraten wollte, sie mir dann aber doch feierlich überreichte. Und an Theo Ligthart, den Österreicher, der in Brandenburg allerfeinsten Berliner Kornbrand herstellt und damit dem „Dobblkoorn“ sein Schmuddelimage nimmt.

Loide, macht Euch einen Knoten in den Kalender, damit Ihr nicht die FinestSpirits 2013 verpasst. Wir sehen uns dann dort. Aber vorher muss der Donnergott aus Orkney noch den Weg aus der Walhalla direkt in meine Hausbar finden. (www.finestspirits.com)

Ach ja, der Stumpen. Einer meiner Mitgenießer ist Zigarrenexperte und lud mich in seine Welt ein. Sehr würzig, aber ich werde wohl nie zum Zigarrenraucher. Das wurde mir spätestens klar als ich am nächsten Morgen öffentlich singen musste. Meine Stimme ähnelte den Lauten eines Walrosses.

AuchentoshanBunnahabhainLebkugelDasKornThor

Sweet Southern Comfort

BuddyJewell

Immer wenn die ersten Banjo-Töne von Buddy Jewell’s „Sweet Southern Comfort“ erklingen, bin ich nicht mehr ansprechbar. Ja, es ist meine ganz persönliche Hymne. Der Song dreht sich um die Südstaaten der USA und das Gefühl, dort zuhause zu sein. Zuhause bin ich hier im Allgäu und bei meiner Familie in der Lüneburger Heide, aber mein Fernweh gilt genau der besungenen Region. Wenn ich im Mietwagen durch den Deep South cruise, dann ist das Autoradio an. Und ich singe mit. Aus ganzer Kehle und mit voller Überzeugung. Auch aus dem Repertoire meiner Band ist die Südstaatenhymne nicht wegzudenken.

Vorgestern nun hatte ich endlich das unverschämte Glück, den Erschaffer persönlich und live zu erleben. Das Four Corners in Untermeitingen ist ein Juwel für Country-Fans. Ab vom Schuss gelegen geben sich hier die Stars der Szene die Klinke in die Hand. Wie schaffen die das nur? Hängt vielleicht mit dem nahegelegenen Landsberg/Lech zusammen. Country-Kenner wissen, wer dort die US-Armee gedient hat.

Nach vielen Vor- und Nebenbands kommt der Hüne aus Arkansas um ca. 23 Uhr lächelnd auf die Bühne. Und er legt gleich richtig los. Begleitet wird er von den Country-Profis „Savannah“. Leider ein kurzes Vergnügen, aber Buddy Jewell ließ nichts aus. Neben „Sweet Southern Comfort“ schenkte er dem Publikum auch noch den zweiten großen Hit „Help Pour Out The Rain (Lacey’s Song)„, ein Lied für seinen Nachwuchs mit einem simplen, aber perfekten Text. Ich bin dankbar, dass die Untermeitinger mir die Möglichkeit gaben, den Mann zu erleben, dessen Musik – ja, es klingt geschwollen – mein Leben prägt. Yee-Haw!

Und hier noch ein kleiner Service, damit Ihr mich versteht – die Texte dieser beiden perfekten Songs:

Sweet Southern Comfort

Misty sunrise in my hometown,
Rows of cotton bout knee high,
Mrs. Baker down the dirt road,
Still got clothes out on the line,

Erwin Nichols there with Judge Lee,
Playin checkers at the gin,
When I dream about the southland,
This is where it all begins

From Carolina down to Georgia,
Smell the jasmine and magnollia,
Sleepy Sweet home Alabama,
Roll tide roll,
Muddy water, Misssissippi,
Blessed Graceland whispers to me,
Carry on, Carry on,
Sweet Southern Comfort carry on,

Catchin catfish on the river,
Chasin fireflies by the creek,
Kissin Debbie Williams sister,
On the porch Homecommin week,

With rusty cars and weeping willows,
Keepin watch out in the yard,
Just a snapshot of downhome Dixie,
Could be anywhere you are,

In Carolina or in Georgia,
Open arms are waitin for ya,
Louisianna yellow rose of San Antone,
Arkansas, Mississippi,
Old man river whispers to me,
Carry on, Carry on,
Sweet Southern Comfort carry on,

As I sit here I’m surrounded,
By these priceless memories,
I don’t have to think about it,
There’s no place I’d rather be,

In Carolina or in Georgia,
Smell the jasmine and magnollia,
Sleepy Sweet home Alabama,
Roll tide roll,
Muddy water, Misssissippi,
Blessed Graceland whispers to me,
Carry on, Carry on,
Sweet Southern Comfort,
Carry on, Carry on,
Sweet Southern Comfort carry on

Help Pour Out The Rain (Lacey’s Song)

The moment was custom-made to order:
I was ridin‘ with my daughter on our way back from Monroe.
An‘ like children do, she started playin‘ twenty questions,
But I never would’ve guessed one would touch me to my soul.

She said: „Daddy, when we get to Heaven, can I taste the Milky Way?
„Are we goin‘ there to visit, or are we goin‘ there to stay?
„Am I gonna see my Grandpa? Can I have a pair of wings?
„An‘ do you think that God could use another Angel,
„To help pour out the rain?“

Well, I won’t lie: I pulled that car right over,
An‘ I sat there on the shoulder tryin‘ to dry my misty eyes.
An‘ I whispered: „Lord, I wanna thank you for my children.
„‚Cause your innocence that fills them often takes me by surprise.“

Like: „Daddy, when we get to Heaven, can I taste the Milky Way?
„Are we goin‘ there to visit, or are we goin‘ there to stay?
„Am I gonna see my Grandpa? Can I have a pair of wings?
„An‘ do you think that God could use another Angel,
„To help pour out the rain?“

Well, I thought about it later on,
An‘ a smile came to my face.
An‘ when I tucked her in to bed,
I got down on my knees an‘ prayed.

Lord, when I get to Heaven, can I taste the Milky Way?
„I don’t wanna come to visit ‚cause I’m comin‘ home to stay.
„An‘ I can’t wait to see my family and meet Jesus face to face.
„An‘ do you think, Lord, you could use another Angel,
„To help pour out the rain?“

Mmmm, can I help pour out the rain?

Lyrik 1: Ein Sonett*

Im Winter

Es geht ein Wind voll Eis durch enge Gassen,
wo Mütter ihre Kinder an sich drücken.
Kein Mensch im Freien weilt aus freien Stücken.
Die warmen Träume immer mehr verblassen.

Ein rotes Mäntlein stört die weißen Massen.
Das Mädchen lachend tänzelt vor Entzücken.
Dem Schneemann will das Gleichgewicht nicht glücken,
Sie zieht ihn auf und kann nicht von ihm lassen.

Im Stall die alte Magd den Kopf lässt hängen,
lauscht nicht den kindlich freudigen Gesängen.
Das Leben schwer, des Winters eis’ge Qualen.

Des weißen Männleins Kopf ziert eine Rübe,
der Naseweisen Laune gar nicht trübe.
Das Leben leicht, des Winters helles Strahlen.

(Jörn Erdmann)

*Ein Sonett besteht aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen, die in vier kurze Strophen eingeteilt sind: zwei Quartette und zwei sich daran anschließende Terzette. Die einzelnen Verse entsprechen dem fünfhebigen Jambus mit weiblicher Kadenz. Der poetische Inhalt folgt der italienischen Struktur (These im 1. Quartett, Antithese im 2. Quartett, Synthese in den Terzetten). Das Reimschema lautet A-B-B-A A-B-B-A D-D-C E-E-C.

Alles korrekt, liebe Deutschlehrer?

Mein WeightWatcher-Blog ist eröffnet

Liebe Freunde und Leser,

ich packe aus. Oder besser: Ich packe es an. Ich habe mich entschlossen, den WeightWatchers beizutreten. Und ich habe mich entschlossen, mich noch öffentlicher bloß zu stellen und meine Erfahrungen brandheiß und topaktuell in einem dafür eigens geschaffenen Blog mit Euch und Ihnen zu teilen.

Daher will ich jetzt auch gar nicht zu sehr ausschweifen, denn das habe ich dort bereits getan. Ich lade herzlich zur Lektüre meines Einstiegs ein und freue mich auf viele neugierige Interessenten.

Und hier gehts rein. Dalli – KLICK !!!

Alternativen zu Christian Wulff

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(Foto: dapd)

Ob Lanz, Jauch oder Plasberg. Ob Opa Franz, Tante Emma oder die altkluge Nachbarstochter. Deutschland kennt nur noch ein Thema. Verdrossen zappe ich von einem Kanal zum anderen. Sämtliche Nachrichtendienste, Meinungsführer, Journa- und Analysten haben sich kriegslüstern am Rubikon zusammengerottet. Der Getadelte schaut mit traurigem Hundeblick aus dem Bellvue und gibt weiterhin kein „Wau“ oder „Wulff“ von sich.

Ich wende mich ab und schaue nach, ob nicht doch noch irgendwo in der großen weiten Welt etwas mehr passiert als kreiselnde Schlagabtausche zwischen Hundefreunden und -fängern. Und ich werde fündig.

Hier sind meine ganz persönlichen unpräsidialen und zu kurz gekommenen Schlagzeilen des neunten Januar.

Waddewillederdenwidda?
Stefan Raab ist nun doch wieder in der Jury für die Vorauswahl zum Eurovision Song Contest.

Aus der Reihe „Starke Verben“
Obwohl der polnische Militärstaatsanwalt Mikolaj Przybyl außer Lebensgefahr ist, titelt der Stern im Internet: „Staatsanwalt erschießt sich auf Pressekonferenz“.

Das hat g’spritzt!
Australische Bungee-Springerin stürzt aufgrund eines gerissenen Seils 111 Meter in die Tiefe und bleibt nahezu unverletzt.

Der Pumuckl trauert
Towje Kleiner alias Schiffskoch Odessi stirbt im Alter von 63 Jahren.

Siri singt „Happy Birthday“
Apple feiert den 5. Geburtstag des legendären iPhones.

Stadtgespräch
Kai Wiesinger trennt sich nach 13 Jahren von seiner Frau Chantal de Freitas.

Macht’s gut und danke für den Fisch
Im Mekongdelta in Vietnam wurden 20 vom Aussterben bedrohte Irawadi-Delfine entdeckt. Von den seltenen Säugetieren gibt es weltweit wahrscheinlich nur noch wenige hundert.

Mit einer hölzern Wurzel
Der Kemptener Jörn Erdmann schafft erneut 300 Schläge auf seinem Ruderporsche.

Vierprinzessinnentag
In Leipzig sind am Dreikönigstag Vierlinge zur Welt gekommen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt 1 : 13 Millionen.

Unschuldige Opfer
Laut statistischem Bundesamt sterben in Deutschland täglich drei Kinder durch Gewalt, Suizid oder tragische Unfälle.

H&M oder C&A?
Blutsbrüder und Duzfreunde? Hugo Chávez, Staatschef in Venezuela, und der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad verbrüdern sich gegen die USA.

Elf Freunde müsst ihr sein
Die Kandidaten für das RTL-Dschungelcamp stehen fest.

Scotland, Alba, Maoam?
David Cameron fordert die Schotten auf, innerhalb der nächsten 18 Monate abzustimmen, ob sie weiterhin zum Vereinigten Königreich gehören oder selbstständig werden wollen.

Russyrisches Säbelrasseln
Russland entsendet seinen einzigen Flugzeugträger nach Syrien, um das strauchelnde Assad-Regime zu stützen.

Grön Land
Stockholm hat mit 27 Quadratkilometern den größten Stadtpark der Welt. Und der englische Garten ist wirklich größer als der Central Park.

Der perfekte 150-Euro-Tag in Lüdinghausen

Das „Ja 2012“ lieferte Bettina Schausten. Vorangegangen war ihr Vorschlag, Freunden, bei denen man übernachtet, als Anerkennung 150 Euro pro Nacht zu zahlen. Ihr Gegenüber, immerhin vom Range des deutschen Bundespräsidenten, reagierte mit der ungläubigen Gegenfrage, ob Frau Schausten dies denn auch bei ihren Freunden so mache. Ihr wie aus der Pistole geschossenes „Ja“ regt zum Nachdenken an.

Es liegt mir fern, Witze darüber zu machen oder sogar zu urteilen. Das übernehmen andere, die sich damit besser auskennen. So beschwerte sich die Deutsche Knigge-Gesellschaft, es gezieme sich nicht, Freunden Geld für Übernachtungen im privaten Gästezimmer anzubieten. Man revanchiere sich vielmehr bei passender Gelegenheit für die Gastfreundschaft, etwa mit Blumen oder durch eine Gegeneinladung.

Was mich nachdenklich macht ist die Höhe des von Frau Schausten genannten Betrages. 150 Euro pro Nacht. Die ZDF-Journalistin kommt aus dem westfälischen Lüdinghausen, ein beschaulicher Ort voller Geschichte und einer von zehn Orten, die als „cittaslow“ der Vereinigung der lebenswerten Städte angehört. Grund genug für einen ganz speziellen Besuch – den perfekten 150 Euro-Tag.

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Es ist zehn Uhr morgens. Ich stehe am Lüdinghausener Ortschild. Das ist sie also, die Drei-Burgen-Stadt und der Geburtsort von Bettina Schausten, ohne die ich diese Reise nie angetreten hätte. Voller Vorfreude auf den perfekten Tag parke ich in der Münsterstraße direkt vorm Hotel Borgmann’s, an dessen Fassade einladend das Niedersachsenross prangt. Ich checke ein und zahle im Voraus. Eine Nacht im Einzelzimmer: 49 Euro. Kaching! Rest: 101 Euro.

Ich bringe mein Gepäck aufs Zimmer und tauche danach in die Geschichte des Ortes ein. Die Hermannstraße entlang über den hübschen Marktplatz zieht es mich zur spätgotischen St. Felizitaskirche mit ihrem auffälligen, trutzigen Turm. Im Café Schmitfranz gönne ich mir eine Tasse Kaffee. 2 Euro. Kaching! Rest: 99 Euro.

Mittagessen fällt heute aus, denn ich habe noch etwas ganz Besonderes vor. Aber erst einmal geht es weiter. Am Hake-Haus vorbei, erreiche ich die erste der drei Burgen, die Burg Wolfsberg. Bereits 1271 erwähnt, steht heute leider nur noch der Herrenhausflügel. Aber immerhin. Nach der Besichtigung des Judenfriedhofs und der alten Posthalterei stehe ich nun vorm Rathaus. Ich setze mich auf eine Mauer und lasse das Alltagsleben der Lüdinghausener auf mich wirken. Ich stelle mir vor, wie die kleine Bettina hier ihr Lieblingseis geschleckt hat. Ob sie wohl damals schon ihren Beruf in den Adern hatte? War sie Klassensprecherin? Vielleicht leitete sie die Schulzeitungsredaktion? Wer weiß. Vielleicht ist die ältere Dame, die mit ihrem Einkaufswagen an mir vorbei läuft, ihre Mutter? Oder ihre alte Klassenlehrerin? Wer weiß. Viel weiß ich nicht über Frau Schausten. Nur, dass ich gerne ihre Wahlsendungen im ZDF schaue. Welchen Sieger sie wohl im September 2013 interviewen darf? Wer weiß.

Ich erhebe mich von meinem Mäuerchen und schreite dem Höhepunkt des Stadtrundgangs entgegen, der Burg Lüdinghausen. Nach ausgiebiger Besichtigung geht’s weiter zum St. Antoniuskloster und dann zur dritten Burg, der majestätischen Burg Vischering, die vielen Philatelisten noch von der 1978er 90-Pfennig-Marke bekannt ist. Ein krönender Abschluss. Mittlerweile ist es fünf Uhr nachmittags. Zeit, sich im Hotel umzuziehen, denn im Gegensatz zu den Gästen von Frau Schausten freue ich mich ja wie schon erwähnt noch auf etwas ganz Besonderes. Um Punkt sechs verlasse ich das Hotel.

Eine halbe Stunde später stehe ich vor dem „Rosin“ im gut dreißig Kilometer entferten Dorsten. Zwei Michelin-Sterne, 18 Gault-Millau-Punkte. Über seine Fernsehauftritte hat Frank Rosin sein Handwerk keinesfalls vergessen. Das Drei-Gänge-Menu ist unvergesslich: Marinierter Thunfisch und Brillat Savarin mit Imperial Kaviar. Dann Brust und Rilette von der Gressingham Ente mit Orange, geschmortem Wirsing und weißem Pfefferschaum. Zum Abschluss Lebkuchen und Manjari-Schokolade mit Winter-Orangen und gefrorenem Schaum von edelsüßem Wein. Begleitet werde ich von zwei befreundeten Gläsern Wein nach Empfehlung der bewundernswerten Susanne Spies.

Dem aufmerksamen Servicepersonal erkläre ich, warum ich einen so krummen Betrag gebe. Die Kellnerin lächelt breit und Frank Rosin, der im Restaurant nach dem Rechten sieht, noch etwas breiter. 99 Euro. Kaching! Rest: 0 Euro. Aber das ist okay, denn es ist spät, ich bin satt und glücklich und morgen wartet noch ein schönes westfälisches Frühstück auf mich. Denn das war im Hotelpreis natürlich inklusive.

Danke Frau Schausten für diesen perfekten Tag. Ohne Sie hätte ich das hübsche Städtchen Lüdinghausen und die Gaumenfreuden des Restaurants Rosin nie kennengelernt. Und nicht böse sein: Ich werde zeit meines Lebens niemals bei Ihnen zu Hause übernachten.

Wie Hins und Kuns Silvester verbringen

Raketen

Herr Hins klingelt bei Herrn Kuns. Heute ist Silvester. Neunzehn Uhr dreißig. Die Nachbarskinder von Herrn Kuns sind dermaßen unflätig mit ihren in rotes Pergament gehüllten Schinken der Zeit voraus, dass Herr Hins zwischen dem Geböllere nicht hört, ob es nun in der Villa von Herrn Kuns geklingelt hat. Sicherheitshalber klingelt Herr Hins noch einmal bei Herrn Kuns.

Den ganzen Tag über hatte sich Herr Hins Gedanken gemacht. Wie jedes Jahr. Was sollte sich im neuen Jahr ändern? Man könnte die großen Dinge angehen. Mehr Geld, mehr Frauen, mehr Kinder, weniger wiegen, weniger saufen, ein Haus bauen, eine Weltreise machen, US-Präsident werden. Oder Papst. Aber Herr Hins sieht das anders. Er hat ja Herrn Kuns. Der macht ihm immer wieder vor, wie es sein könnte. Herr Kuns verdient viel, ist groß und schlank, fährt Bentley, ist glücklich verheiratet, leistet sich trotzdem ein Verhältnis, hat zwei Kinder, die bereits flügge und außer Haus sind – einer in Südafrika und eine in Australien – und bereist die Welt. Denn Herr Kuns ist tatsächlich US-Präsident. United Steel Inc. heißt sein Reich, ein internationales Stahlimperium mit Glanz und Gloria. Als Buchhalter dieses Imperiums weiß Herr Hins, dass neben Glanz und Gloria auch Waffen gehandelt werden. Aber das weiß Gloria nicht. Sie weiß auch nichts von Lydmila Glanz, der hübschen russlanddeutschen Sekretärin von Herrn Kuns. Statt dessen hütet sie die viel zu große Villa, putzt, macht und tut, und chattet mit ihren Kindern in der großen weiten Welt, die ihr selbst verschlossen bleibt.

Herr Hins wirft einen Blick auf den schwarzen Bentley in der Einfahrt. Ein Geschenk eines Geschäftspartners. Eines afrikanischen Geschäftspartners. Gloria öffnet die Tür und bittet Herrn Hins lächelnd herein. Luftschlangen streichen ihm durch das Gesicht. Es duftet nach Rosen und Fonduefett. Gut gelaunt erscheint Herr Kuns und reicht Herrn Hins die Hand, wobei er verstohlen aus dem Fenster schielt. Ist jemand vorm Haus? Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Präsident und Buchhalter muss geheim bleiben. Herr Hins verdankt Herrn Kuns sein spärliches Leben. Als Herr Hins vom Alkohol zerfressen am kalten Boden lag, hat Herr Kuns ihn aufgehoben, ihm Arbeit, Perspektive und Freundschaft gegeben. Während sein afrikanischer Geschäftspartner in seinem Heimatland grinsend seine vielen hübschen Stahlkisten öffnete. Herr Hins weiß warum Herr Kuns seine Freundschaft braucht.

Herr Kuns bittet Herrn Hins in den Speisesaal. Herr Hins, der Herrn Kuns folgt, sieht, dass Herr Kuns noch weiter abgenommen hat. Das riskante Leben auf der Überholspur zehrt an ihm. Beim spritzenden Fondue wird nicht über das US-Imperium gesprochen. Sondern über Herrn Kuns. Und sein Leben. Es gibt viel zu erzählen. Fremde Städte, neue Errungenschaften, die hipsten Bars, die insten Köche. Herr Hins lauscht den Geschichten aus einer anderen Welt und lässt sich fesseln. Herr Kuns entführt ihn in das Leben, das er nicht haben kann. Herr Kuns ist betrunken. Das Leben, das er nicht haben will, denkt Herr Hins. Er trinkt seinen Champagner und denkt dabei an den guten Single Malt, den er sich lange vom Munde abgespart hat und der nun in seiner kleinen Küche in seiner kleinen Wohnung in seiner kleinen Welt auf ihn wartete.

Herr Kuns lässt seinen Butler ein Feuerwerk abfackeln, das die vorlauten Nachbarskinder endgültig zum ehrfürchtigen Schweigen bringt. Statt dessen Händel. Feuerwerksmusik. Gloria und Herr Hins denken melancholisch an das vergangene Jahr. Herr Kuns denkt bei den Explosionen an geschäftliche Dinge. Danach verabschiedet sich Herr Hins von Herrn Kuns und Gloria. Herr Kuns muss morgen früh raus. Geheime Neujahrssitzeung im Vorstand. In Afrika feiert man kein Neujahr.

In seiner kleinen Wohnung in seiner kleinen Welt zündet Herr Hins Kerzen an, holt den Whisky aus seiner kleinen Küche und schenkt sich ein Glas ein. Er lässt sich in seinen Lieblingssessel fallen und denkt wieder an die guten Vorsätze. Nein. Er ist zufrieden. Keine Vorsätze. Er schaut auf die Uhr. Dann zur Tür. Es klingelt. Doch, einen Vorsatz gibt es. Er öffnet die Tür. Lächelt. „Komm rein, Gloria. Möchtest Du ein Glas Whisky?“